Charles Brenner: Grundzüge der Psychoanalyse

Charles Brenner Grundzüge der Psychoanalyse

Dieses Buch ist im S. Fischer Verlag nicht mehr aufgeführt, also vergriffen. Ich habe das Werk ca. 1968 gelesen. Damals wurde es als Lehrbuch für die Studenten in Amerika geschrieben und auf Deutsch übersetzt. Der Inhalt zeigt den Stand der Psychoanalyse um 1965. Rund 50 Jahre später habe ich jetzt das Buch nochmals gelesen. Der Grund war meine Auseinandersetzung mit dem Narzissmus in der heutigen Zeit. Die psychoanalytische Schule gab einen wesentlichen theoretischen Hintergrund für den erneuten Anstoss des Narzissmus durch die 1968-er Generation. Diese Entwicklung der inflationären Ich - Gesellschaft bis heute wollte ich besser oder systematischer verstehen.

Günther Netzer: Aus der Tiefe des Raumes (Mein Leben)

Günther Netzer: Aus der Tiefe des Raumes (Mein Leben)

Günther Netzer war je zweimal Deutscher Meister mit Borussia Mönchengladbach, Spanischer Meister mit Real Madrid und Fussballer des Jahres. 1972 wurde er mit Deutschland Europameister und 1974 Weltmeister. Der clevere Fussballer verdiente erst nach seiner Karriere Geld mit einer sehr intelligenten Geschäftsidee (Werbung in Fussballstadien und Aquirierung von den entscheidenden Fussball-Fernsehübertragungsrechten für die Bundesliga, aber auch für die Fussball - WM 2006).
Im Jahre 2000 erhielt er den Grimme-Preis zusammen mit Gerhard Delling als unschlagbares Kommentatoren-Duo. Hören Sie diesen beiden einmal an dieser WM zu, eine seit Jahren auf hohem Niveau bestehende Hass-Liebe, witzig, zynisch, immer per „Sie“, mit feinen gegenseitigen Seitenhieben, aber immer respektvoll in jeder Beziehung. Wie ist eine Teilnahme an der Heirat der Tochter von Frank Sinatra in USA möglich – obschon sich kein Spieler von Real Madrid mehr als 30 km entfernen durfte und die Pässe dem Club abgegeben werden mussten – mit weltweiter Fernsehübertragung? Oder war es ein Doppelgänger? Auch diese Geschichte erfahren Sie!

2004, Rowohlt Verlag GmbH, ISBN 3 498 04683 7

Alain de Botton: StatusAngst
(Wer was zu seinem Glück zu brauchen glaubt)

Alain de Botton: StatusAngst

StatusAngst ist eine zentrale Krankheit, unter der alle leiden. Der besorgte Blick, der schnell kontrolliert, ob wir wirklich das bekommen, was uns zusteht, ist zum Zeichen der Zeit geworden. Doch während wir auf Flacons, Brieftaschen, Autoschlüssel, Markenuhren, Manschettenknöpfe und Ranglisten schielen, verpassen wir das Leben. Der Autor will uns von diesem Blickzwang des Neids und der Unsicherheit befreien – Ehrgeiz und Ambitionen sind gut, wenn sie sich nach selbstgesteckten und individuellen Zielen richten, aber vergiften, wenn sie uns für uns selber blind machen.
Das Buch ist anspruchsvoll und braucht Konzentration und Ausdauer. Es sollte meiner Meinung nach innert kurzer Zeit bewältigt werden, um die Gesamtschau nicht zu verlieren.

2004, S. Fischer Verlag GmbH, ISBN 3-10-046320-X

David Lewis: Ab heute hab' ich immer Zeit: Jede Woche 10 Stunden gewinnen

David Lewis: Ab heute hab ich immer Zeit

Teilen Sie Ihre Zeit richtig ein? Geben Sie jeweils einen Punkt pro Aussage, welche für Sie zutrifft.

  1. Ich bin von Natur aus unorganisiert.
  2. Die einzige Möglichkeit, mehr zu schaffen, besteht darin, mehr zu arbeiten.
  3. Ich kann den ganzen Tag lang gleich gut arbeiten.
  4. Wenn man seine Ziele plant, verliert man alle Spontaneität.
  5. Ich brauche den Termindruck, um viel arbeiten zu können.
  6. Ich muss Übersicht behalten, wie ich meine Zeit verbringe.
  7. Wenn man etwas gut machen will, muss man es selbst machen.
  8. Delegieren spart immer viel Zeit.
  9. Ich habe nicht genug Zeit, um auch noch mein Leben neu zu gestalten.
  10. Fehlende Pünktlichkeit ist ein Zeichen für Inneffektivität und Unhöflichkeit.

Wenn Sie 0 Punkte haben, haben Sie eine positive Einstellung und werden keine Schwierigkeiten haben, mit diesem Buch zu arbeiten. Wenn Sie 7 ­ 10 Punkte haben ist es zweifelhaft, ob es Ihnen gelingen wird, ihr Leben leichter zu gestalten. Versuchen Sie es trotzdem mit diesem Buch! Klicken Sie auf das Buch!

Sebastian geht jeden Tag eine Stunde früher ins Büro, um diese riesige Menge an Papier zu bewältigen, die sich auf seinem Schreibtisch türmt. Da es so viel ist, kann er sich aber kaum konzentrieren und schafft es gerade, den riesigen Papierberg in kleinere Haufen umzuschichten, bis seine Mitarbeiter ins Büro kommen. Den restlichen Tag über kommt er kaum weiter, weil er ständig unterbrochen wird ­ Untergebene fragen um Rat, Kollegen wollen ein Projekt diskutieren, endlose Telefongespräche, unangemeldete Besucher. Zwölf Stunden nach Arbeitsbeginn verlässt Sebastian erschöpft und demoralisiert das Büro, ohne seine Arbeit bewältigt zu haben.
Das kommt Ihnen bekannt vor? Dann darf ich auch Sie in der Welt der Überarbeiteten begrüssen! Dieses Buch wird Ihnen helfen! Übrigens gilt diese Geschichte auch für die Arbeit zu Hause ­ Haushalt, Kinder, Schule, Transporte, Besuche, Telefone, Einkaufen, immer freundlich...

1997, Berlin:Urania·Verlag, ISBN 3­332­00602­9

Jürgen Fuchs: Lust auf Deutschland
(Ein märchenhafter Roman für Menschen mit Mut)

Jürgen Fuchs: Lust auf Deutschland

Macht dieser wohltuende Titel nicht gute Laune und Lust aufs Lesen? Der witzige Einfall: Alle 100 Jahre kommen drei Ausserirdische des Planeten Terga die Erde besuchen. Dieses Mal finden sie auf dieser Erde die genau gleichen Probleme, die sie vor 100 Jahren auf ihrem eigenen Planeten erfolgreich bewältigt hatten. Sie bieten Deutschland unentgeltlich ihre Hilfe und Software zur Lösung der Probleme an – sprich: Deutschland verliert nicht noch weitere 30 Jahre wegen ineffizienten Massnahmen.
Wer Unmögliches möglich machen will, muss zuerst Undenkbares denken. Wie funktioniert das? Terga wurde vor einem Desaster bewahrt, weil sie erstens den „Zehn – Prozent – Staat“ und zweitens eine „Zukunfts–Werkstatt“ eingeführt haben. Dazu gehört noch ein Visions-Computer, mit welchem die Auswirkungen der Entscheidungen bis zu fünfzig Jahren im Voraus angesehen werden können. Das System wird noch durch die „Belastungsbrillen“ verfeinert. Damit lässt sich erkennen, welche Belastung eine arbeitende Bürgerin oder Bürger auf dem Rücken trägt. Diese „Virtual Reality“ ist witzig und spannend – also lasst uns handeln!

2003, Business Edition WHO'S WHO EUROPA MAGAZIN, ISBN 3­936963­01­0

Susanne Fröhlich: Moppelich (Der Kampf mit den Pfunden)

Susanne Fröhlich: Moppelich (Der Kampf mit den Pfunden)

Diese erotische, wärmeausstrahlende und pfiffige Frau auf der ersten Umschlagsseite hat wesentlich für meinen Buchkauf beigetragen. Natürlich auch die Gewichtsprobleme meiner Patienten und ganz ganz wenig auch eine gewisse Eigenproblematik.
Diät zu halten ist kein Spass, Dicksein auch nicht und dürre Zicken zeigen auch Problemkomplexe. Trost, Hoffnung und schlankere Perspektiven für alle, die täglich aufs Neue mit ihrem „Moppel – Ich“ in den Ring steigen. Eine äusserst ehrliche, schonungslose und äusserst heitere Persiflage auf ein allbekanntes Tagesthema. Sicher lesenswert ab einem BMI (Body Mass Index) von 28.
Jeden Morgen 20 Seiten – und der Tag beginnt lachend. Mein Frust: Die sinnliche Dame auf dem Titelbild ist Gaby Gerster und nicht Susanne Fröhlich (wie ich am Ende auf der dritten Umschlagseite zu meiner Enttäuschung feststellen musste).

11. Auflage 2004, Krüger Verlag (gehört der S. Fischer Verlag GmbH), ISBN 3­8105­0666­4